Ein Projekt mit A(ugmented) R(eality)-Brillen, nominiert für den Kulturlichter Preis 2022


Ein hybrides Projekt im öffentlichen Raum, ein Versuch mit A(ugmented) R(eality)-Technologie eine Stadt neu zu überschreiben und gleichzeitig den städtischen Raum in deutschen Städten zu besetzen
 

Der Hintergrund

Den Syrer:innen selbst ist es seit Assads Regime nicht erlaubt im öffentlichen Raum zu fotografieren. Die existierenden Fotos sind Bilder, welche eine staatliche oder eine touristische Perspektive wiedergeben. So stellt sich die Situation her, dass die Exil-Syrer:innen kein authentisches Bildmaterial von ihrer Hauptstadt besitzen. Die Erinnerungen an Damakus müssen sich speisen aus Bildern, die von Propaganda oder einem kolonialistischen Blick geprägt sind.

Die Idee

Ein syrisch-deutsches Ensemble aus Programmiere:innen, visuellen Ausstatter:innen, Schauspielensemble, Autor:innen wird ein Foto- und Videoarchiv dekonstruieren und neu überschreiben.

Die enstandene Collage bildet den Inhalt und Hintergrund von erfundenen Erinnerungen und Zukunfsphantasien. Die Spieler:innen agieren in einer virtuell vorhandenen Stadt. Sie ähnelt Damaskus und ist gleichzeitig etwas ganz anderes: Straßen und Gebäude werden umbenannt, Häuser werden besetzt. Die Geschichten speisen sich aus globalen Erfahrungen.

Das Publikum befindet sich im öffentlich Raum. Sie sehen durch AR Brillen gleichzeitig die virtuelle Stadt, die aus Archivbildern neu zusammen gesetzt ist. Dazu die Schauspieler:innen, die entweder virtuell oder analog agieren. Im Hintergrund und je nach Zusammensetzung der Szenen spielt gleichzeitig der öffentliche Raum eine Rolle: ein Platz einer deutschen Stadt, die nun ebenfalls neu überschrieben und besetzt wird durch eine künstlerische Auseinandersetzung über die zentrale Frage, wie wir miteinander leben wollen.  

Die Verrückung von Zeit und Raum, die Vermischung von virtuellen Möglichkeiten und realen Begebenheiten ergeben eine Vision, die etwas über Zusammenleben erzählt. Eine Utopie über die Rückeroberung von zerstörten Städten....


Konzeption: Amer Okdeh, Reimar de la Chevallerie, Martin Wisniowski, Nina de la Chevallerie
Geplante Permiere: 24. September 2022 in Göttingen


Die Projektidee wurde aktuell unter dem Titel WIN BACK AS-SAM für den Preis KULTURLICHTER (Preis der Länder) des Bundes und der Länder nominiert: https://kulturlichter-preis.de/


Das Projekt wird gefördert von

 

 

Die Recherche wird gefördert von